Chronik des VfB 1924


Von der Nachkriegszeit bis 1966

 

 


Für das Spieljahr 1946/47 erfolgte eine neue Klasseneinteilung. Der VfB Aßlar wurde der Bezirksklasse Dill zugeordnet und spielte gegen Büblingshausen, Hermannstein, Werdorf, Ehringshausen, Sinn, Herborn, Burg, Eisemroth, Dillenburg und Langenaubach. Bübingshausen wurde Meister, der VfB Aßlar belegte den 5. Tabellenplatz. Diese Konstellation hatte jedoch nur 1 Jahr Bestand.
Im Zuge der Neugliederung des Hessischen Fußballverbandes wurden in den einzelnen Sportkreisen, die mit den kommunalen Kreisen identisch waren, die Kreisklassen A, B und C eingeführt. Der VfB Aßlar spielte nun in der A-Klasse mit den Vereinen: Niedergirmes, Hermannstein, Werdorf, Steindorf, Oberbiel, Burgsolms, Bissenberg und Ehringshausen. Der VfB belegte in der Runde 1947/48 den 2. Platz hinter Steindorf.

Im Jubiläumsjahr 1949 reichte es wiederum nur zu Platz 2. Meister wurde Oberbiel. Entsprechend der schweren Zeit, verlief dieses Jubiläum in kleinem Rahmen. Die 1. Mannschaft trug unter Beilegung alter Rivalitäten ein Freundschaftsspiel gegen Ehringshausen aus.

In den Folgejahren spielte Aßlar keine große Rolle im heimischen Fußball und belegt in der Abschlusstabelle stets nur Mittelplätze. Das 30-jährige Vereinsbestehen wurde 1954 vom 5. – 7. Juni gefeiert. Es gab eine abwechslungsreiche Festfolge mit Fußballspielen, leichtathletischen Wettkämpfen und Staffelläufen, die von zahlreichen Zuschauern besucht wurden. Den Festkommers veranstaltete der Verein unter Mitwirkung der Aßlarer Ortsvereine.

Mit wechselndem Erfolg wurden die Spielrunden bis 1958/59 absolviert. Gute Trainingsarbeit der Übungsleiter Heinz Sagefka und Günter Hoffmann hoben das Spielniveau unserer Senioren ganz beträchtlich. Der Erfolg blieb nicht aus. Bekanntlich mußte Aßlar im Spieljahr 1959/60 das letzte und entscheidende Spiel um die Meisterschaft gegen Waldgirmes auf neutralem Platz in Wetzlar austragen. Im Wetzlarer Stadion, das uns später noch einmal Glück bringen sollte, wurde die über uns verhängte zweifelhafte Platzsperre zu einem „Geschenk“ des Schicksals. Auf dem herrlichen Stadionrasen spielte unsere Mannschaft vor einer großen Zuschauerkulisse ganz groß auf und gewann verdient mit 4 : 1 Toren. Mit diesem Sieg war der Aufstieg in die 2. Amateurliga geschafft. Nun war die Spielklasse erreicht, die der Größe unserer Gemeinde und der Größe unseres Vereins entspricht.
Die Mannschaft hielt sich in der neuen Klasse gut und wurde ab 1963/64 wieder von Trainer H. Sagefka betreut.

Im Jahre unseres 40jährigen Bestehens erlebte unser Verein einen weiteren Aufstieg. Die Mannschaften der Tabellenplätze 1 – 9 aus den beiden Amateurligen Gießen – Marburg Nord und Süd bildeten im Spieljahr 1964/65 eine gemeinsame 2. Amateurliga. Der VfB schaffte die Qualifikation. An diese Saison 1964/65 werden alle Beteiligten noch lange denken. Bedingt durch die Neuordnung im hessischen Fußball kam fast jedem Spiel erhöhte Bedeutung zu., denn wieder kamen nur 12 der 18 Vereine aus Nord und Süd in die neu geschaffene Gruppenliga. Aßlar war die Mannschaft der Rückrunde und schaffte den 6. Tabellenplatz und damit den Aufstieg, wobei sie 12 Spieltage hintereinander ungeschlagen blieb und sogar dem Meister Stadtallendorf den einzigen Verlustpunkt auf eigenem Gelände beibrachte. Nun hatte man eine Spielklasse erreicht, von der man ein Jahrzehnt zuvor nur träumen konnte. Unser Spielraum reichte nun von Kassel bis Frankfurt, von Bebra bis Limburg.

Es folgten 5 Jahre Fußball in der Gruppenliga Mitte ohne besonders herausragende Ereignisse. Der VfB erreichte immer einen gesicherten Tabellenplatz zwischen dem 5. und 11. Rang.

Der VfB trug sich im Jahre 1965 erstmals in die Liste der Kreispokalsieger ein, nach einem 4 : 3 Sieg nach Verlängerung gegen Niedergirmes und wurde im Jahr 1966 Vizepokalsieger nach dem mit 2 :1 verlorenen Endspiel gegen Hermannstein. In den folgenden Jahren hat sich Aßlar nicht mehr an den Pokalspielen beteiligt.
Unsere Mannschaft konnte zwischen 1966 und 1969 die Jubiläumsturniere der benachbarten Vereine Werdorf, Berghausen, Ehringshausen und Bechlingen gewinnen.